Region

Das Durance-Tal zwischen Briancon und dem Lac de Serre-Poncon bietet dem Paddler wohl das schönste und abwechselungsreichste Sommer-Paddelrevier in Mitteleuropa. Gleichzeitig bietet die Region seinen Besuchern eine Fülle an Aktionsmöglichkeiten und interessanten Sehenswürdigkeiten und ist somit ein ausgezeichnetes Zielgebiet für einen erlebnisreichen Aufenthalt.

Für die Kanufahrer bietet die Region Flüsse mit sehr unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Neben recht anspruchsvollen Touren werden in Südfrankreich aber auch wieder Flussstrecken so richtig zum genießen und relaxen dabei sein.

Für Freestyler hat vor allem die Durance am Rabioux und in Embrun einiges zu bieten. Kanu-Schulungen finden ebenfalls vor allem auf der Durance statt. Ein umfangreiches Rahmenprogramm wird auch jene Kanu-Camper zufrieden stellen, die ihre Ferien lieber anders als im Boot verbringen.

Neben dem gewohnten Aktionsprogramm wird das wichtige Thema „Sicherheit im Kanusport“ in Form von praktischen Übungen häufig zum Tagesprogramm gehören, damit unser Sport sicherer wird.

Für die Wanderer unter den Kanu-Campern eröffnet sich eine große Vielfalt an Möglichkeiten. Canyoning und leichte Kletterübungen werden im Rahmen der Möglichkeiten ebenfalls wieder zum Sport- und Rahmenrogramm gehören.

Die Orte

Guillestre

Guillestre liegt auf 1004 m Höhe (gemessen an der Dorfkirche) und ist das Tor des Queyras, des Tales des Guils. Zum Süden hin offen liegt der Ort auf Abhängen, wo Wein wächst. Guillestre war ein befestigter Ort, wo die Schutzwälle aus dem 14. Jahrhundert stammten. Die Befesti-gungen haben Guillestre nicht davor bewahrt, während der Religionskriege wiederholt eingenommen zu werden. Der Militärarchitekt Vauban (1633 – 1707) hat es dann vorgezogen Mont-Dauphin als Verteidigungsanlage zu konstruieren. Im 19. Jahrhundert verlor Guillestre an Bedeutung, wie der Rückgang der Einwohnerzahlen von 1754 im Jahre 1836 bis auf 1016 im Jahr 1936 belegen. Guillestre hat aber mit inzwischen 2200 Einwohnern seine kommerzielle Bedeutung zurückgewonnen. Heute findet in Guillestre jeden Montag ein Markt statt. Neben anderen diversen Festen organisiert man zu Ende Juli/Angfang August das Festival der Musik "entre Guil et Durance".

Eygliers

Eygliers mit ca. 700 Einwohnern ist der Ort, an dem sich unser Camping "Les Iscles" befindet. Eygliers ist ein alter Personenname, vermutlich vom germanischen Agil-hari abgeleitet (so jedenfalls die Erklärung in AlpesGuide.com). Der Wald von Eygliers war früher jedenfalls ein kleiner Weiler von St. Crépin und wurde ca. im 15. Jahrhundert zur Pfarrgemeinde erhoben.

Mont-Dauphin

Vauban wählte zur Errichtung der Befestigungsanlage ein Hochplateau an dem strategischen Punkt von Zusammenfluss von Durance und Guil, wo das Tal von Queyras und der Col de Vars von Richtung des Ubayetales münden. Die Errichtung der Anlage wurde 1693 begonnen und anschließend während des 18. und 19. Jahrhunderts gestaltet und perfektioniert. Die Anlage war geplant, 2000 Soldaten aufzunehmen. Die gesamte Anlage mit Arsenal, Kasernen, Pulverkammer, Häuser der Händler entlang der breiten Straßen ist noch in hervorragend konserviertem Zustand.

Briançon

Briançon mit ca. 35000 Einwohnern nennt sich die "höchste gelegene Stadt Europas" mit einer Höhe von 1326 m. Die Altstadt von Briancon trägt wesentlich die Handschrift des Militärarchitekten Vauban (siehe auch Mont-Dauphin). Sie ist auch Ausgangspunkt zur Besichtigung der teilweise noch gut erhaltenen und weitläufigen Befestigungsanlagen des 17. Jahrhunderts. Nach dieser ausgiebigen Besichtigung können in einigen Restaurants in der Altstadt mit einem "Menu Vauban" der Geschmack von Rezepten aus jener Epoche entdeckt werden.

L'Argentière-la-Besée

Der Ort hat Bekanntheit durch seine internationale Kanu-Slalom-Strecke. Seinen Namen hat der Ort jedoch durch Silberminen erhalten, die seit dem 11. Jahrhundert ausgebeutet wurden. Interessant ist hier wohl ein Industriemuseum, das in einem Schloß aus dem 18. Jahrhundert untergebracht ist oder Galerien von insgesamt 20 km Länge, wo auf den Spuren der Bergleute gegangen werden kann. Für diejenigen, die nicht unter Klaustrophobie leiden, empfiehlt sich der unterirdische Rundgang.

Saint-Véran in Le Queyras

Dieses einmalige Dorf im Landschaftsschutzgebiet von Le Queyras hat sich den unnachahmlichen Charme eines Bergdorfes erhalten. Mit seinen Chalets, Springbrunnen, Backöfen, Sonnenuhren und alten Traditionen hat es sich seinen Platz unter den schönsten Dörfern Frankreichs wohl verdient.

Weitere Tipps

Serre-Ponçon, ein Meer von Lichtern; die Thermalquelle und die Rotonde du plan de Phazy bei Guillestre; die Fontaine pétrifiante de Réotier, gegenüber Mont Dauphin.